DIE KATEGORIE

Was ist CraftÖl?

Ein Begriff, den es vor uns nicht gab - und den wir deshalb erklären müssen, statt ihn nur zu behaupten.

Kurz gesagt

CraftÖl ist Speiseöl aus kleiner Manufakturproduktion, bei dem Charge, Abfülldatum und der Mensch hinter der Flasche nachvollziehbar sind. Es entsteht in begrenzten Editionen aus echten Zutaten statt in Dauerproduktion mit Aromen.

Die Herkunft steht auf der Flasche

Bei einem industriellen Speiseöl steht auf dem Etikett, was das Gesetz verlangt: Sorte, Menge, Haltbarkeit. Woher die Saat kommt, wann gepresst wurde und wer die Flasche befüllt hat, steht nirgends - weil es niemand nachhalten könnte.

Bei einem CraftÖl ist genau das die Grundlage. Jede Flasche trägt ihre Chargennummer und die Signatur des Menschen, der sie abgefüllt hat. Wer wissen will, was in seiner Flasche steckt, kann die Charge nachschlagen statt einer Werbeaussage zu glauben.

Kleine Mengen statt Dauerverfügbarkeit

CraftÖl entsteht in Editionen, nicht in Dauerproduktion. Eine Sorte wird gepresst, abgefüllt und verkauft - und ist danach erst einmal weg, bis die nächste Saat verfügbar ist.

Das ist unbequem für die Planung und ehrlich gegenüber dem Rohstoff: Wer jede Sorte jederzeit anbieten will, muss auf Lager pressen, mischen und ausgleichen. Genau das wollen wir nicht.

Handarbeit, nicht Handarbeits-Optik

Abgefüllt, etikettiert und verpackt wird bei uns von Hand in Marktl am Inn. Das ist kein Gestaltungsthema, sondern eine Mengenentscheidung: In den Auflagen, in denen wir arbeiten, lohnt sich keine Abfüllanlage - und der Blick auf jede einzelne Flasche fällt nebenbei mit ab.

Die Zutat steht im Mittelpunkt

Ein Knoblauchöl schmeckt nach Knoblauch, nicht nach Knoblaucharoma. Wir arbeiten mit echten Zutaten in Bio-Qualität und ohne künstliche Aromen. Was drin ist, steht vorn auf dem Etikett - und nicht nur hinten im Zutatenverzeichnis.

DER DIREKTE VERGLEICH

Was dein Öl wirklich unterscheidet

Verglichen wird die Kategorie, nicht ein einzelner Anbieter. Beide haben ihre Berechtigung - sie lösen nur verschiedene Aufgaben.

Industrielles Speiseöl
UNSER WEGCraftÖl
Herkunft
× Nur die gesetzlichen Pflichtangaben
✓ Charge, Datum und Abfüller stehen auf der Flasche
Menge
× Dauerproduktion, ganzjährig verfügbar
✓ Begrenzte Editionen, eine Sorte darf ausverkauft sein
Zutaten
× Aromen und Extrakte möglich
✓ Echte Zutaten in Bio-Qualität
Abfüllung
× Anlage, Standort meist unbekannt
✓ Von Hand in Marktl am Inn
Preis
× Niedriger je Flasche
✓ Höher je Flasche, dafür nachvollziehbar

Industrielles Speiseöl ist nicht schlecht - es ist auf Menge, Preis und Verfügbarkeit gebaut. CraftÖl ist auf Herkunft und Geschmack gebaut.

Handwerk ist nachprüfbar oder es ist Werbung.

WORAN MAN ES FESTMACHT

Fünf Merkmale, die nachprüfbar sind

Jeder Punkt lässt sich an der Flasche oder am Zertifikat überprüfen - keiner davon ist eine Geschmacksfrage.

  • Charge und Signatur auf jeder Flasche - nachvollziehbar, nicht dekorativ.

  • Bio-zertifiziert nach EU-Öko-Verordnung, Kontrollstelle DE-ÖKO-037. Ausgenommen sind ReaperKing und Goldöl.

  • Ohne künstliche Aromen, ohne Geschmacksverstärker, ohne Zusatzstoffe.

  • Abgefüllt in Marktl am Inn - ausnahmslos, auch wenn nicht jedes Öl bei uns gepresst wird.

  • In Editionen statt in Dauerproduktion - eine Sorte darf ausverkauft sein.

ZUM AUSPROBIEREN

So schmeckt der Unterschied

Drei Öle, an denen sich die Kategorie am schnellsten erklärt.

HÄUFIGE FRAGEN

Was oft gefragt wird

Ist CraftÖl ein geschützter Begriff?

Nein. Anders als bei nativem Olivenöl gibt es keine gesetzliche Definition. Wir haben den Begriff gewählt, um zu beschreiben, wie wir arbeiten - und sagen deshalb auf dieser Seite offen, woran man es festmachen kann.

Ist CraftÖl automatisch Bio?

Nein, das eine sagt nichts über das andere. Die meisten unserer Öle sind bio-zertifiziert (DE-ÖKO-037); ReaperKing und Goldöl sind es nicht. Welche Angaben gelten, steht auf dem jeweiligen Etikett.

Ist jedes CraftÖl kaltgepresst?

Bei uns nicht jedes. Die meisten Öle sind kaltgepresst, einzelne Produkte sind es verfahrensbedingt nicht. Auch das steht produktbezogen auf dem Etikett und nicht pauschal über der Marke.

Warum ist CraftÖl teurer als Öl aus dem Supermarkt?

Kleine Auflagen, echte Zutaten und Handarbeit kosten mehr je Flasche als Massenproduktion. Dafür wissen Sie, welche Charge Sie in der Hand halten und wer sie abgefüllt hat.

Wie prüfe ich meine Charge?

Die Chargennummer steht auf der Flasche. Über die Chargenabfrage im Shop können Sie nachschlagen, was zu dieser Charge hinterlegt ist.

Ich habe angefangen, weil ich wissen wollte, was in der Flasche ist, die bei mir in der Küche steht. Wenn jemand fragt, wer sein Öl abgefüllt hat, soll er eine Antwort bekommen - und nicht eine Marke.

Manuel
Gründer